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Category: Lotus Hill, das Heim für Knaben
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Das Heim
Im Heilpädagogischen Heim «Lotus Hill» in Baddegama im Süden Sri Lankas werden Kinder mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung oder auch mit früheren traumatischen Erlebnissen aufgenommen und betreut. Das Heim bietet Platz für 16 Kinder und 10 Mitarbeitenden. Traditionell werden zu Geburtstagen, Feiertagen, bei Todestagen und weiteren wichtigen Jahrestagen von den Dorfbewohnern regelmässig viele Lebensmittel und Gerichte nach «Lotus Hill» gebracht. Auf «Lotus Hill» wurden Kokosnuss-, Mango- und Papaya-Bäume sowie Gemüse, Maniok und Teepflanzen in der Umgebung des Heims angepflanzt, dies soll die Selbstversorgung verstärken. Das Heim liegt ausserhalb des Dorfes auf einem kleinen Hügel und musste bisher mühsam zu Fuss erreicht werden. Im Jahr 2012 finanzierte DANA ein Tuk-Tuk (Dreirad-Motorfahrzeug) für «Lotus Hill». Damit fällt den Mitarbeitenden nun das Einkaufen leichter, zudem kann das Fahrzeug für Arztbesuche oder für das Abholen von Besuchern und Gästen im Dorf eingesetzt werden.


Die Kinder (zwei Beispiele)
Lakhmal wurde von seinem Stiefvater aufs gröbste misshandelt. Der Mann wurde verurteilt und sitzt heute im Gefängnis. Lakhmals Mutter kann nicht zu ihrem Sohn schauen. Das Gericht hat zum Wohl des Knaben entschieden, einen Dauerplatz auf «Lotus Hill» zu verwirklichen. Lakhmal hat sich erstaunlich schnell von seinem Trauma erholt und sich in die Gemeinschaft integriert, die ihm Geborgenheit und Sicherheit gibt.

Deshan wurde als völlig verwahrlostes Kind von den Mönchen aufgefunden und nach «Lotus Hill» gebracht. Seine Behinderung, er ist Spastiker, empfand seine Familie als Schande. Im Heim blühte Deshan seelisch auf, dank des liebevollen Umgangs seiner Betreuer. Seine Lehrerinnen kommen seinem Wissensdrang gerne entgegen und helfen ihm beim Lernen. So kann er bereits etwas schreiben, lesen und rechnen. Er möchte auch Englisch lernen.


Mitarbeitende auf «Lotus Hill»

Aus der Schweiz reisen alljährlich Pädagoginnen ins Heim «Lotus Hill» und leisten ehrenamtlich einen Beitrag an die Ausbildung des einheimischen Personals. Die Schweizer Pädagoginnen, die vor Ort das einheimische Personal ausbilden und betreuen, übernehmen nebst der ehrenamtlichen Tätigkeit auch die eigenen Reise- und Aufenthaltskosten. Dadurch kommen alle Spenden direkt den Menschen vor Ort zu Gute.

Hon. Dr. Samitha Thero und Hon. Banagale Gunarathana Thero sind als Vertreter der inländischen Trägerstiftung für das Heim verantwortlich. Zurzeit sorgen für den reibungslosen Betrieb der Heimleiter, der stellvertretende Heimleiter, drei Lehrerinnen, zwei Betreuerinnen, der Gärtner, der Nachtwächter und ein Praktikant.


Sozialpädagogische Arbeit
Ziel der sozialpädagogischen Arbeit auf «Lotus Hill» ist es, den Kindern und Jugendlichen zu helfen, den Alltag zu meistern und wenn möglich einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen. Diese soll ihnen eventuell später ermöglicht, eine selbstständige Tätigkeit auszuüben – um damit den Lebensunterhalt zu verdienen. Beispiele dafür sind das Weben von Taschen, das Malen oder Musizieren, Gartenarbeit und die Arbeit als Teepflücker.

     

Mitarbeitende von Lotus Hill